Christa war Schuld. Vor Jahren, wir saßen gemütlich vor unserer Kneipe auf der Bank, sagte sie:" Ich möchte hier auf Huckes Alpakas haben." Alpakas? Ja, schon mal davon gehört. Und wieder vergessen.  Lange Zeit später erinnerte man sich wieder an Alpakas. Doch da war ja noch der Walliser Schwarzhalsziegenbock Friedolin.

Christa ist nun nicht mehr auf Huckes. Und Fridolin auch nicht.

Er war ein schöner Ziegenbock. Tiere. Jedoch war er der Ansicht, dass man Menschen nicht an sich heranlassen sollte. Man stellte sich nicht quer, sondern auf die Hinterbeine, um dem sich nähernden Menschen mit seinem mächtigen Gehörn eine zu verpassen. Wir teilten ihm in aller Freundschaft mit, dass, wenn er sich weiterhin so benehmen würde, wir seinem Leben durch eine Kugel ein Ende bereitet würden. Es kam jedoch anders. - Nicht ganz anders.

Wir schenkten einem Schäfer aus Radlinghausen unseren Bock Friedolin. Natürlich mit dem Hinweis, dass dieser im Umgang nicht sehr einfach ist. Doch das war ok so. Als er, der Friedolin, dann mit den Schafen von Hunden getrieben werden sollte, machte der Bock dieses nicht mit. Er riss aus und trieb sich 7 Tage lang in den Wäldern umher. Bis er eines Sonntags in Beringhausen zur Messezeit vor der Kirche auftauchte. Die frommen Bürger versuchten ihn einzufangen. Doch Friedolin war da anderer Meinung. Auch der herbeigerufenen Polizei gelang dieses Unterfangen nicht. Und da dieser wilde Ziegenbock eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellte, wurde ein Jägersmann hinzu gerufen. Dieser lud sein Gewehr und erschoss den stolzen Ziegenbock Friedolin.

Wir hatte ihn gewarnt.

Seine noch lebenden drei Ziegenmädels wanderten aus nach Alme, wo sie ein schönes neues Zuhause gefunden haben.

Und ab Oktober 2006 waren Sie nun da.Unsere Huacayas.

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